Das Panzerglas, das Apple selbst im Store verkauft, müsste das beste sein. Das hätte ich jedenfalls erwartet. Das Belkin UltraGlass 2 kostet 39,95 €, und die Produktbeschreibung liest sich wie ein Durchbruch. In meinem Test mit sechs Gläsern fürs iPhone 18 Pro wurde es dann der größte Reinfall.

Was Apple und Belkin versprechen

Die Beschreibung hat es in sich: in Deutschland entwickelte Technologie, chemisch durch zweifachen Ionenaustausch verstärktes Glas, bis zu 25-mal stabiler als herkömmliches Schutzglas. Dazu Lithium-Aluminium-Silikat-Glas, das stabiler, flexibler und extrem kratzfest sein soll und Stürze aus bis zu 2,2 Metern übersteht. Was „herkömmliches Schutzglas“ genau heißt, bleibt offen. Normales Fensterglas zu übertreffen, ist keine Kunst.

Auspacken: Es fehlt das Wichtigste

Im Karton liegen genau ein Glas, eine Schablone, eine Garantiekarte und ein trockenes Tuch. Kein feuchtes Reinigungstuch, keine Staubsticker. Für 40 € ist das kaum zu glauben, denn ohne feuchtes Tuch und Staubsticker hat man fast zwangsläufig Staub oder einen Fettfilm unter dem Glas. Damit mir niemand vorwerfen kann, ich hätte es falsch gemacht, habe ich mir ein feuchtes Tuch aus einem anderen Karton geholt.

Montage: Blasen, die bleiben

Die Montage läuft über eine Schablone: Glas oben einlegen, iPhone rein, Lasche ziehen. Trotzdem hatte ich danach zwei dicke Luftblasen und viele winzige. Die dicken bekommt man heraus, die kleinen kaum. Das ist bei einem Glas für 40 € eine Katastrophe. Dazu saß das Glas schief, auf einer Seite mit weniger Abstand zum Rand als auf der anderen, obwohl man bei der Schablone gar nichts falsch machen kann. Ohne schwarzen Rahmen sieht man die Kante im Licht deutlich.

Ein Tipp: Apple bietet an, das Glas im Store aufzukleben. Wer es unbedingt will, sollte das nutzen. Geht dort etwas schief, nehmen die Mitarbeiter einfach ein neues aus dem Regal. Zu Hause habt ihr Pech gehabt.

Der Härtetest

Face ID funktioniert, das Teppichmesser hinterließ keine Spuren. Dann kam die Fliese, und die Kratzer waren sofort deutlich zu sehen. Es waren klar mehr als beim japanischen Glas von ROXX und auch als bei Torras. Vom extrem kratzfesten Glas war nichts zu merken.

Der Moment, in dem es bricht

Für den Biegetest wollte ich das Glas abziehen. Es brach schon dabei. Es hat also nicht einmal das Abziehen nach einem Kratzer überstanden, von 2,2 Metern Sturzhöhe ganz zu schweigen. Das JETech für 6 € pro Glas hat übrigens exakt die gleiche Größe.

Fazit

Das Belkin UltraGlass 2 ist das teuerste Glas im Test und gleichzeitig das schlechteste. Es fehlen die Reinigungstücher, es bilden sich kaum lösbare Luftblasen, das Glas saß schief, zerkratzte deutlich und brach als Erstes. 40 Euro in die Tonne, ich rate klar davon ab. Welche Gläser es besser machen, zeigt mein Vergleich der Panzergläser fürs iPhone 18 Pro.

Weitere Tests

Passende Hüllen findet ihr im Test der besten iPhone 18 Pro Hüllen. Fürs iPhone Duo gibt es meine Tests zu Hüllen und Panzerglas. Wie schnell euer iPhone lädt, zeigt der kostenlose Ladecheck.

Belkin UltraGlass 2 Test – das Apple-Store-Panzerglas enttäuscht