
Ich halte heute zum allerersten Mal in meinem Leben ein Falt-Handy in der Hand. Nach Jahren als iPhone-Nutzer, zuletzt mit dem iPhone 17 Pro Max, hatte ich keine Ahnung, was mich beim Galaxy Z Fold 8 erwartet. Die große Frage des Tages: Kann so ein Fold mein iPhone wirklich ersetzen — oder bestelle ich am Ende doch einfach das Gerücht-iPhone-Fold vor, sobald es für 2.500 Euro oder mehr kommt?
Erster Eindruck: Verarbeitung und Größe
Schon beim Auspacken war klar: Die Verarbeitungsqualität hat sich massiv verändert. Früher hat man ein Samsung-Gerät sofort erkannt, allein am Material. Beim Z Fold 8 ist das anders — es fühlt sich fast schon an wie ein Apple-Gerät. Das Scharnier wirkt hochwertig, das Gehäuse ist angenehm in der Hand, und in der Dicke gibt es kaum einen Unterschied zum iPhone 17 Pro Max, das ich direkt danebengelegt habe.
Was viele Reviews aufgebauscht haben: die Kniff-Linie in der Mitte des großen Displays. In der Praxis sehe und spüre ich davon fast nichts — erst nach mehrmaligem Auf- und Zuklappen wird sie überhaupt minimal sichtbar, und sobald das Display an ist, fällt sie gar nicht mehr auf.
Die ersten Software-Nervereien
Drei Dinge sind mir direkt bei der Einrichtung aufgefallen. Erstens: Aufgeklappt lässt sich das Gerät kaum flach hinlegen und bedienen — es wackelt extrem, warum auch immer Samsung das so gebaut hat. Zweitens: Das äußere Display sammelt konstant Fingerabdrücke, dagegen kann man wohl wenig machen. Und drittens, das Nervigste: gefühlt 238 Sicherheitsabfragen mit endlos langen Texten, durch die man sich klicken muss, bevor überhaupt irgendwas losgeht. Bei Apple ist das deutlich eleganter gelöst — auch wenn man am Ende wahrscheinlich überall das Gleiche wegklickt.
Im Alltag: YouTube, Browser und Multitasking
Aufgeklappt macht das große Display richtig Spaß. YouTube-Videos lassen sich sogar drehen und in verschiedenen Formaten anschauen, beim Surfen — ich habe direkt mal case-tester.de aufgerufen — füllt der Browser die komplette Fläche clean aus, inklusive Sidebar. Ja, oben und unten bleiben bei manchen Inhalten dicke schwarze Balken, weil das Seitenverhältnis nicht überall passt, aber insgesamt wirkt die Bedienung erstaunlich durchdacht. Trotz des riesigen Displays lässt sich das Fold im zugeklappten Zustand sogar überraschend gut einhändig bedienen — Auf- und Zuklappen mit einer Hand hat im Test problemlos geklappt (nur nicht direkt über Asphalt ausprobieren).
Falls du wie ich noch unentschlossen bist, aber am Ende doch beim iPhone bleibst: In meinem Test zur besten iPhone 17 Pro Hülle findest du eine aktuelle Übersicht, welche Modelle wirklich guten Schutz bieten.
Das Fazit nach dem ersten Tag
Nach ein paar Stunden mit dem Galaxy Fold 8 will ich gar nicht groß in die iOS-gegen-Android-Debatte einsteigen — klar, die Umstellung braucht Zeit, und Android ist einfach nicht mein bevorzugtes System. Aber das Nutzungserlebnis an sich hat mich wirklich überrascht: Videos, Webseiten, Social Media — auf dem großen Display macht plötzlich alles mehr Spaß, weil man immer genau das passende Format zur Hand hat. Unterwegs bleibt das Fold kompakt, abends auf der Couch klappt man es auf und hat ein Tablet-Display.
Mein Eindruck fühlt sich ein bisschen an wie der Vergleich zwischen einem 3er-BMW aus 2020 und dem neuen Tesla Model 3 — das eine wirkt plötzlich altbacken, sobald das andere daneben liegt. Mein aktueller Stand: Apple sollte tatsächlich ein iPhone Fold bringen, und ich würde mir das Z Fold 8 aktuell direkt als Daily Driver holen. Hätte ich stattdessen ein normales Galaxy S26 Ultra, würde ich es vermutlich verkaufen und beim Fold bleiben.
Displayschutz und Hüllen fürs Fold habe ich übrigens auch schon bestellt — die teste ich in separaten Videos. Wer sich in der Zwischenzeit fragt, wie gut aktuelle Panzergläser das iPhone 17 Pro wirklich schützen, findet dazu meinen Panzerglas-Test fürs iPhone 17 Pro.
Wie geht’s weiter?
Ich werde das Galaxy Fold 8 jetzt eine ganze Woche lang als einziges Smartphone benutzen. Im nächsten Video gibt’s dann die ganze Wahrheit: Kann ein langjähriger iPhone-Nutzer wirklich dauerhaft auf ein Fold umsteigen? Vielleicht ist am Ende gar nicht mehr die Frage, ob man von iPhone zu Android wechseln kann — sondern ob man überhaupt jemals wieder zu einem normalen, ungefalteten Smartphone zurückwill.
